Stadtspaziergang, der VII.: SOMMER!-Spaziergang

(08.09.2016)

Beim Regionalligaspiel des Wuppertaler SV gegen Alemannia Aachen war er noch – wegen einer verlorenen Wette – Balljunge, und sein Ruf „Attacke!“ war nicht nur im Stadion zu hören, man konnte ihn dabei auch im Fernsehen bei der Live-Übertragung bewundern. Knapp 24 Stunden führte Oberbürgermeister Andreas Mucke zwar weniger kämpferisch, doch genauso engagiert die Mitglieder von wuppertalaktiv! zum Stadtspaziergang von der Hardt über den Ostersbaum.

wuppertalaktiv!-Vorsitzender Christoph Nieder freute sich bei seiner Begrüßung am Elisenturm nicht nur über die 40 Wanderlustigen, die am 6. September den Weg auf die Hardt gefunden hatten, sondern auch über das hochsommerliche Wetter. Denn „normalerweise regnet es ja bei unserem Stadtspaziergang mit dem OB“.
Und dann ging es hinunter durch „Wuppertals schönsten Park“, so Mucke. Und der ist augenscheinlich selbst bei schönstem Wetter wie an diesem Tag sauber und adrett. Mitverantwortlich sei dafür die Hardteinander IG, freute sich Mucke, deren Mitglieder ehrenamtlich die Besucher überzeugen, den Park so zu verlassen, wie sie ihn vorgefunden haben. Weiter ging es vorbei am Städtischen Spielplatzhaus zum Kriegerdenkmal des Westfälischen Infanterieregiments, von dem man nicht nur auf die im ehemaligen Steinbruch gelegene Waldbühne sehen kann, sondern auch einen wunderbaren Blick über das Tal von Elberfeld hat. Am Drei-Kaiser-Denkmal vorbei erreichte die Gruppe den Neuenteich. Hier empfahl der OB denjenigen, die es noch nicht kannten, unbedingt Müllers Marionetten-Theater zu besuchen, das am unteren Ende der Straße residiert.
Über die Deweerthstraße, vorbei an den restaurierten Fassaden der Gründerzeithäuser, führte der Weg zum Platz der Republik. Vor dem 2012 sanierten Gerechtigkeitsbrunnen erläuterte Mucke, wie sich der Ostersbaum im Rahmen des Förderprogramms Soziale Stadt zu dem Vorzeigequartier wandelte, das er heute ist. Insbesondere der Abriss des Hochbunkers auf dem ehemaligen „Exerzierplatz“ – in den 50ern einst als Jazzkeller bekannt -  im Jahr 2009 habe den Platz der Republik zu einem Ort der Begegnung für die Anwohner gemacht. Und davon konnten sich seine Mitwanderer überzeugen: spielende Kinder, sich sonnende Jugendliche und auf den Bänken plauschende Erwachsene – mediterranes Flair mitten in Wuppertal!

Creme-Eis am Ostersbaum, Grillwurst auf der Hardt
Dazu gehörte natürlich eine Erfrischung, und so freuten sich alle sehr über das von Kaspar Stange vor seinem Café offerierte Creme-Eis. Damit ging es sich leichter, vorbei am neuen Gebäude der Storch-Ciret Group und dem Nachbarschaftsheim im ehemaligen Kirchengebäude, von dem aus die Stadtteilfeste, so auch die seit 2000 veranstalteten „Lichterwege“, mitorganisiert werden, hinunter zur Flensburger Treppe. Von dort konnte man einen Blick auf die restaurierte ehemalige Schnürsenkelfabrik Huppertsberg werfen, in dem u.a. der Stadtteil- und Kulturverein startpunkt sein Zuhause hat. Zurück führte Mucke vorbei an den aufwendig sanierten Häusern am Engelnberg auf die Hardt zur Grillhütte, wo der Compagnon von Kaspar Stange, Robin Küpper, schon mit gegrillten Würstchen und kühlen Getränken wartete. Ein schöner Abschluss also eines angenehmen Spaziergangs, der sowohl diejenigen, die ihn noch nicht kannten, als auch jene, die schon einmal dort waren, zurück an den Ostersbaum führen wird, denn, so Mucke: „Von der Nordbahntrasse zum Platz der Republik sind es nur ein paar Hundert Meter!“