Stadtspaziergang, der V.: Auf den Südhöhen

(29.05.2015)

Peter und Petrus – mal nicht auf einer Wellenlänge

Dieses Mal schien sie nicht so gut geklappt zu haben, die Kommunikation zwischen Peter Jung und seinem Namenspatron. Denn beim fünften Stadtspaziergang mit dem Oberbürgermeister am 28. Mai über die Südhöhen – die sich so gar nicht „südlich“ präsentierten – hatte Petrus für regnerisches und recht windiges Wetter gesorgt. Und trotzdem verlebten die rund 30 Mitglieder und Gäste von wuppertalaktiv! einen interessanten und geselligen Nachmittag. Und der begann recht spektakulär.
Denn Treffpunkt war die wunderbar restaurierte Park Villa. Dort empfingen Eigentümerin Maren Wilzbach und ihr Vater Helmut die Gruppe zu Imbiss und Getränken. Seit 2012 ist die Park Villa ein Hotel der Vier-Sterne-Superior-Klasse und damit das einzige dieser Qualität in unserer Stadt. Erbaut wurde sie 1906 von der Familie Bruns – als „kleines“ Hochzeitsgeschenk für die Tochter…
Beim Rundgang durch das Hotel konnten sich die Spaziergänger vom gelungenen Umbau mit der Verbindung von Denkmal und Modernität überzeugen.
Und dann ging es erst einmal los, mit Regenschirmen und -jacken bewehrt, die wuppertalaktiv!-Geschäftsführerin Ante Lieser aus den Tiefen des Kofferraums ihres Wagens hervorzauberte.

Zahlreiche Neuansiedlungen und Investitionen

Bei seiner Führung hatte sich der OB mit dem Ressortleiter Bauen und Wohnen, Jochen Braun und dem Architekten Martin Lietz von der Wirtschaftsförderung kompetentes Personal an die Seite geholt. Und das schien auch nötig, denn so vieles Neues ist passiert auf den Südhöhen, mit zahlreichen Unternehmen und Investitionen.
Angefangen bei der neuen Niederlassung des Sanitätshauses Bethel ging es in Richtung des Technologiezentrums W-tec vorbei an den Standorten der Spedition Raben Logistics, der Härterei Steinbach, der Burtex-Chemie GmbH, dem Garten- und Landschaftsbauunternehmen Jonuzi, der Spezialfabrik Striebeck & Dierichs und der Niederlassung des Dachdecker-Einkaufs West. Dazu wird dort nach dem Wegzug aus dem Gebäude am Kleeblatt die neue Zustellbasis der DHL entstehen.
Vorbei an der Privatklinik für Dermatologie des Prof. Dr. med. Thomas Dirschka und mit einem Blick auf NRWs erste Geothermie-Wohnanlage gab es eine kurze Pause zum Trocknen im W-tec. Hier präsentierte Geschäftsführer Dr. Martin Hebeler die erst kürzlich eröffneten neuen Work-Spaces.
Ab hier wurde der ursprünglich für die Rückfahrt vorgesehene Shuttle-Bus zum Campus Freudenberg genommen, vorbei am SportPark Lichtscheid im ehemaligen Umspannwerk der Wuppertaler Stadtwerke und der Vorwerk Autotec GmbH. Neben dem neuen BAUHAUS-Markt auch eine für die Südhöhenbewohner wichtige ALDI-Filiale entstanden.
Beim Spaziergang am Campus Freudenberg konnten die Teilnehmer auch einen Blick durch den Zaun auf das Atelier von Tony Cragg und seine dort lagernden Skulpturen werfen. Auf dem Weg zum neuen Gewerbegebiet Vorm Eichholz wurden noch die Firmengelände von Happich und Delphi passiert. Überhaupt drängen sich die Automotive-Unternehmen auf Lichtscheid, und vielleicht werden auf der L418 bald die ersten selbstfahrenden Automobile in NRW getestet.
So endete ein weiterer hochinteressanter Spaziergang mit vielen spannenden Hintergrundinformationen und so manchen heiteren Anekdoten der drei Wanderführer Jung, Braun und Lietz, die für gute Laune sorgten – daran konnte auch das bergische Wetter nichts ändern.