Spazierfahrt zu den potentiellen BuGa Flächen

(17.07.2018)

„Das ist unsere Zukunft!“

Wird Söhnchen Leo in vielleicht zehn Jahren mit seinen Schulfreunden auf der Wuppertaler BUGA herumtollen? Papa Christoph Nieder, Vorsitzender von wuppertalaktiv!, ist davon fest überzeugt und zeigte ihm und 35 Mitgliedern des Stadtmarketing-Vereins am 16. Juli schon mal, wo und wie sie stattfinden soll.

Die BUGA sei die Zukunft Wuppertals, so Nieder bei seiner Begrüßung der Gruppe unweit des Vohwinkeler Gaskessels, und erinnerte sich an die Begeisterung, die die Machbarkeitsstudie bei wuppertalaktiv! ausgelöst hatte. Für den Stadtspaziergang durchs Grüne hatte er sich kompetente Wanderführer mitgebracht: Neben Oberbürgermeister Andreas Mucke begleiteten Annette Berendes, Leiterin des Ressorts Grünflächen und Forsten, sowie Michael Gehrke, Stabsstelle Freiraumentwicklung und Stadtökologie, und Gunther Stoldt, Abteilungsleiter beim Ressort Städtebau, die Teilnehmer.
Diese Tour sei eine gute Idee, freute sich Berendes bei ihrer Einführung. „Eine BUGA bedeutet ein Riesenschritt für die Stadt und etwas, was bleibt, sie bringt uns weiter!“ Seit Vorstellung der Machbarkeitsstudie mit den Ideen der RMP Stephan LenzenLandschaftsarchitekten aus Bonn arbeiten die drei mit Unterstützung der Kollegen Mathis Günther und Rüdiger Bleck an einem Konzept. Im Herbst soll der Rat der Stadt entscheiden, ob und wann die BUGA stattfindet.
Drei Kriterien seien zu erfüllen, erläuterte Berendes. Eine BUGA müsse die Mindestfläche von 40 Hektar haben, sie müsse städtebauliche und infrastrukturelle Impulse geben und ein Mobilitätskonzept für 40.000 Tagesbesucher haben.
Los ging es auf der Nordbahntrasse zur Abzweigung in Richtung Tescher Wiesen. Dort soll der klassische Teil der BUGA seinen Raum bekommen, mit Blumenschauen und Themengärten draußen und in Hallen und einer Veranstaltungshalle. Weiter nach Süden, an der Bahnstraße, sollen Parkplätze für die Zeit der Gartenschau entstehen. Im Westen, auf der anderen Seite des Homanndamms, sieht das Konzept die Einrichtung eines dauerhaften Sportparks vor. Ein Weg zum Bahnhof Vohwinkel und eine Fußgängerbrücke über die Gleise der Bahn zur Schwebebahnstation Bruch bindet das Gebiet an den ÖPNV an und wertet ganz nebenbei das Wohngebiet an der Nathrather Straße auf.

Seilbahn und Hängebrücke

Am Ende der Nordbahntrasse – die für die Zeit der BUGA frei bleiben wird – stieg die Gruppe in einen Bus, um den zweiten Teil der geplanten BUGA zu erkunden. Und der wird schon am Stadion Zoo mit einer Seilbahn beginnen, die über den Grünen Zoo zum Boettingerweg – was einen weiteren Eingang in den Zoo ermöglichen und die Sambatrasse einbinden würde – und weiter zum Erbslöhweg führen soll. Die Fahrt endete an der Hindenburgstraße, zu Fuß ging es auf die Königshöhe. Sie soll als einer der zwei Waldparks aufgewertet werden, mit neuen Wegen, Sichtfenstern und einem sanierten Von-der-Heydt-Turm. Wie auch der Weyersbuschturm auf der Kaiserhöhe, dem anderen Waldpark. Wie aber kommt man von der einen zur anderen Höhe?

Über eine Hängebrücke über das Tal. Ihre Realisierung wäre nicht nur das Highlight der BUGA, sondern ein weiteres Alleinstellungsmerkmal für Wuppertal:  Sie wäre mit 700 Metern die längste der Welt. Und sie wäre machbar, das hat eine Extrastudie ergeben.

Die Eindrücke dieser Reise in die Zukunft mussten natürlich verarbeitet werden, und so ging es mit dem Bus zurück zum Schloss Lüntenbeck, wo Michael Bürgener im Jacques´ Weindepot seine Gäste mit feinen Köstlichkeiten und kühlen Weinen erwartete. Und die Gespräche spiegelten die einhellige Meinung aller wider: Diese BUGA wird ein herausragender Impulsgeber für Wuppertal sein