wuppertalaktiv! bei Camille Pissarro

(20.02.2015)

Sicherlich hatten einige der über 60 Besucher die Ausstellung über den „Vater des Impressionismus“ Camille Pissarro schon gesehen. Aber die Führung mit vielen Hintergrundinformationen von Frau Dr. Eickhoff, zu der wuppertalaktiv! im Rahmen des Kulturausfluges– drei Tage vor Ende der Ausstellung – in das Von-der-Heydt-Museum geladen hatte, wollten auch diese sich nicht entgehen lassen.


Und so konnten die Teilnehmer über eine Stunde lang nicht nur die herausragenden Bilder genießen, sondern bekamen dazu noch eine Unmenge von Hintergrundinformationen zum Leben des Malers, seiner Beziehung zu anderen Impressionisten, zu seinen Werken und den Werken anderer Künstler und deren Einfluss auf Pissarro selbst.

Im Anschluss traf man sich bei Häppchen und Getränken in den Räumen der Ausstellung von über 100 Werken des Zeichners und Grafikers Joachim Stücke. Dort stellte wuppertalaktiv!-Vorsitzender Christoph Nieder die Kuratorin des Museums, Dr. Beate Eickhoff, vor. Dr. Eickhoff zeigte sich stolz über den Erfolg einer weiteren – nach Renoir, Monet, Bonnard, Sisley und Rubens – großen Ausstellung in einem eigentlich doch „recht kleinen Haus“.  
Rund 100.000 Besucher werden die 130 Werke Pissarros am Ende gesehen haben. Doch der Aufwand für die Organisation einer so großen Werkschau sei immens. Von der Idee bis zum Hängen der Bilder vergingen oft mehr als zwei Jahre. In der Zeit muss man sich um Leihanfragen an andere Museen und Privatsammlungen kümmern, sich mit Versicherungsproblemen beschäftigen und die Logistik organisieren. Besonders stressig werde es etwa vier Wochen vor der Eröffnung, wenn die Bilder kommen, die Wände beschriftet werden müssen und noch so manch anderes Detail zu klären sei – nicht zu vergessen die Pressearbeit mit ersten Führungen für die Medienvertreter. Aber auch das Ende bringe noch mindestens zwei „chaotische Wochen“, in denen man sich mit Speditionen, Restauratoren, Kurieren und den Leihgebern beschäftigen müsse – „und das Abknibbeln der Buchstaben von den Wänden!“ All das sei nicht möglich durch das im Gegensatz zu anderen Häusern doch recht kleine, aber engagierte Team.

Der Erfolg des Museums in den letzten Jahren sei vor allem – dem an diesem Abend leider verhinderten – Direktor Gerhard Finckh zu verdanken, der den Mut gehabt habe, „das gesamte Haus umzukrempeln“ und so ein Museum geschaffen habe, in dem man sich wohlfühle. Dazu käme die Unterstützung der Öffentlichkeit, vor allem auch durch die Elberfelder Einzelhändler, die auf der anderen Seite natürlich vom Museum und seinen Besuchern profitierten.

In jedem Fall sei das Feedback zu der Pissarro-Ausstellung sehr, sehr positiv gewesen, so Beate Eickhoff. Und daher freut sie sich schon auf das nächste große Event in „ihrem“ Museum: Ab Oktober 2016 zeigt das Haus Werke von Edgar Degas und Auguste Renoir. Und wuppertalaktiv! wird vielleicht wieder einen Kulturausflug planen und dann tatsächlich viele Hintergrundinformationen hierzu von Herrn Dr. Finckh persönlich und von Frau Dr. Eickhoff erfahren.