Nr. 97: Wuppertal Institut

(08.12.2011)

Prof Dr. Uwe Schneidewind, Präsident des Wuppertal Instituts, referierte zu den Themen: Städte im Wandel. Welche Chancen eröffnen sich für die Unternehmen vor Ort?

Zum 97. und letzten Frühstück im Jahr 2011 trafen sich mehr als 120 Unternehmerinnen und Unternehmer am 8. Dezember im Wuppertal Institut für Klima, Umwelt, Energie am Döppersberg.

Wuppertalaktiv-Geschäftsführerin Antje Lieser erinnerte in ihrer Begrüßung an den besonderen Anlass der Veranstaltung. Denn das 1991 gegründete Institut feierte in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen.
Gastgeber und Institutspräsident Prof. Dr. Uwe Schneidewind zeigte sich angesichts der großen Teilnehmerzahl, darunter Oberbürgermeister Peter Jung, "begeistert von der Wuppertaler Unternehmerschaft."
In seinem Vortrag äußerte Schneidewind seine Sorgen über die aktuelle Lage beim Thema Klima, auch vor dem Hintergrund der schwierigen Verhandlungen auf der gerade stattfindenden UN-Klimakonferenz im südafrikanischen Durban. Trotz aller Bemühungen seien die CO2-Emissonen auch in diesem Jahr wieder gestiegen, die Politik stehe unter großem Handlungsdruck. Die Initiativen zum Thema Energie- und Ressourceneffizienz würden sich dabei immer mehr weg von den globalen und internationalen Entscheidern hin zu den Regionen, Städten und Kommunen hinbewegen, denn "hier kann man zeigen, was geht." Dabei ändere sich auch die Rolle der Wissenschaft in hohem Maße. Es gehe nicht mehr nur um die Analyse der Probleme, sondern darum, aus dieser Analyse Visionen zu entwickeln, "die die Leute mitnehmen", praxisnahe Experimente anzubieten und aus diesen zu lernen. Als Beispiele für solche Experimente nannte Schneidewind verschiedene Projekte, bei denen sein Institut federführend ist, so die "InnovationCity Ruhr", bei der in Bottrop der Kohlendioxidausstoß in zehn Jahren um die Hälfte reduziert werden soll - unter maßgeblicher Initiative der Bürger als Hauseigentümer. Ein weiteres Projekt soll das internationale Portal "bigEE" sein, das über die Energieeffizienz von Gebäuden informiert. Beim Forschungsprojekt "LCFC" sollen Strategien für den Klimaschutz für städtische Ballungsräume entwickelt werden, untersucht werden hier die Situationen der Städte Düsseldorf und Wuxi in China. Interessant sei hierbei, so Schneidewind, dass die Städte und Kommunen in China eine wesentlich stärkere Rolle als Entscheider spielten als beispielsweise in Deutschland - und dies sei für die anstehenden Aufgaben äußerst wichtig.
Für seinen interessierten und angesichts der Probleme doch positiv stimmenden Vortrag erhielt Prof. Schneidewind großen Applaus seiner Gäste und als Anerkennung ein Notizbuch aus den TALWAREN von Antje Lieser.

Zum ersten Business Breakfast im neuen Jahr lud der Geschäftsführer des Jobcenters Wuppertal Thomas Lenz ein.

Die 98. Ausgabe des Unternehmerfrühstücks findet statt am 7. Februar zur gewohnten Zeit. Ort der Veranstaltung wird die Historische Stadthalle sein.