Es bleibt zu hoffen nach diesem Morgen, dass nicht viele der anwesenden Unternehmer ihren Appetit verloren haben, mit den Chinesen Geschäfte machen zu wollen angesichts der doch recht drastischen Fotos landesüblicher Tellergerichte, die Dr. Wolfram A. Karl Deutsch in seinem Vortrag präsentierte Doch der Reihe nach: Die Wuppertaler und Bergischen Frühstücker, unter ihnen Oberbürgermeister Peter Jung, trafen sich am 27. September im Werk 2 der KARL DEUTSCH Prüf- und Messgerätebau GmbH + Co KG am Otto-Hausmann-Ring. Wuppertalaktiv-Geschäftsführerin Antje Lieser gab in ihrer Begrüßung zu, das allmonatliche Business Breakfast während der doch langen Sommerpause vermisst zu haben und so wird es vielen der Anwesenden gegangen sein. Gearbeitet würde aber auf jeden Fall an einer großen Überraschung zum 100. Business Breakfast im April nächsten Jahres, versprach sie. Mit den Worten Ihre Bühne übergab Lieser an Dr. Deutsch, und der wusste sie als solche auch zu nutzen mit einem ebenso kurzweiligen wie informativen und amüsanten Vortrag. Sein Unternehmen wurde 1949 gegründet, er selbst ist nun Geschäftsführer in der dritten Generation des Familienunternehmens. Von Beginn an entwickelte die Firma Geräte für die zerstörungsfreie Werkstoffprüfung. 130 Mitarbeiter fertigen die Geräte, die vielfältig und branchenübergreifend genutzt werden, beispielsweise bei der Schweißnahtprüfung mit Ultraschall oder der Rissprüfung mit Magnetpulver. Zu den geprüften Teilen gehören Pipelines genauso wie verschiedenste Schmiedeteile, vor allem auch sicherheitsrelevante Teile beim Bahnverkehr dazu gehört auch unsere Schwebebahn -, in der Luftfahrt- oder der Automobilindustrie. 50 Prozent der produzierten Geräte gehen in den Export, und da ist China unser Hauptmarkt?, erklärt Deutsch. 20 Mitarbeiter unterstützten das Unternehmen im Ausland, und er sei froh, dass sein jüngerer Bruder den chinesischen Markt vor Ort betreue, so Deutsch: Der ist eh ein Weltenbummler: Seine Frau aus Gütersloh hat er in Kambodscha kennen gelernt. Der chinesische Markt und der Umgang mit den Chinesen sei alles andere als einfach, auch bei Besuchen in Wuppertal, wo man nach einem Besuch im Engels-Haus immer sehr feucht-fröhlich im Brauhaus oder in den Karpathen lande. Auch eine Firmengründung in China sei schwierig Wir tun einfach so, als hätten wir eine. Verträge, die in Deutschland vielleicht 15 Seiten umfassten, hätten in China leicht das Zehnfache an Umfang. Die Anforderungen, den Vorsprung zu halten, seien hoch, auch vor dem Hintergrund von Werksspionage und dem Kopieren der Produkte, weiß Deutsch aus eigener Erfahrung, Doch neben der weiten Welt tummele ich mich auch gern im Tal, erzählte Deutsch und sprach von seinen verschiedenen Engagements für die Stadt nicht ohne einige Spitzen an die Verantwortlichen derselben, doch selbst das eine oder andere zu ändern. Zum Dank für seine Gastfreundschaft und seinen spritzigen Vortrag erhielt Deutsch von Antje Lieser einen Karton aus dem Sortiment der Talwaren auch als Inspiration für zukünftige Gastgeschenke an seine chinesischen Kunden. Gelegenheit gab es dann, die Prüfgeräte in der Praxis kennen zu lernen. Vorher aber lud Hans Baum, Regionaldirektor der AOK Rheinland/Hamburg, zum 95. Business Breakfast in die Regionaldirektion Wuppertal an der Bundesallee 265. Am 18. Oktober, wie immer um 7:45 Uhr.