ENTSCHEIDERTREFFEN: Die BUGA für Wuppertal

(08.09.2017)

Wuppertaler Bewerbung für die BUGA „Wir müssen alle dafür brennen!“

Mit der Orangerie auf der Hardt war der Ort des Entscheidertreffens von wuppertalaktiv! am 7. September gut gewählt. Denn auch dieser Park soll eine wichtige Rolle spielen im Konzept für eine mögliche Ausrichtung der Bundesgartenschau (BUGA) 2025 in Wuppertal – und die war Thema des Abends. Und zumindest die anwesenden Mitglieder und Gäste des Stadtmarketing-Vereins waren am Ende überzeugt von dieser Idee.

Schon bei ihrer Begrüßung machte wuppertalaktiv!-Geschäftsführerin Antje Lieser deutlich, dass ihr Verein diesen Plan trotz aller Schwierigkeiten, aber vor allem wegen der Chancen für die Stadt voll unterstütze. „Wir werden Druck von unten machen und helfen, das zarte Pflänzchen BUGA in Wuppertal zum Erblühen zu bringen.“
Der Plan für eine BUGA in Wuppertal, so Annette Berendes, Leiterin des Ressorts Grünflächen und Forsten der Stadt, sei gar nicht so neu. Schon in den 1970er Jahren habe man diese Idee gehabt. Und damals wie heute bringe die Stadt die idealen Voraussetzungen für ein solches Projekt mit: Mit 34 Prozent öffentlich zugänglichen Grünflächen auf dem Stadtgebiet sei Wuppertal die grünste Großstadt Deutschlands, und die denkmalgeschützten Anlagen und die im Europäischen Gartennetzwerk aufgenommenen Parks Hardt, Barmer Anlagen, Skulpturenpark und der Zoologische Garten seien schon heute Anziehungspunkte auch für Besucher von außerhalb. Das Konzept sieht vor, die Anlagen untereinander zu verbinden, unter der Einbeziehung der Trassen, des Wuppertaler Wanderwegs und der Wupper. Und mit der Stadtentwicklungsstrategie „Wuppertal 2025“ und deren Projekte wie „Grüne Stadtquartiere“, „Perspektivwechsel Wupper“, „Fahrradstadt Wuppertal“, „KulturTrasse“, „Qualitätsoffensive Innenstadt“ oder die „Seilbahn“ sei die Basis für ein Gesamtkonzept schon geschaffen. „Die BUGA wird diese Projekte zusammenführen“, so Frau Berendes. Der nächste Schritt sei nun die Erarbeitung einer Machbarkeitsstudie, die hierfür erforderlichen 150.000 Euro ständen bereits fast zur Gänze zur Verfügung. Im Juli 2018 soll die Bewerbung abgegeben werden, im Sommer entscheidet die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft mbH – deren Vertreter übrigens schon im Mai dieses Jahres nach einem Besuch positive Signale sendeten. Und dann müsste es schon schneller gehen, denn statt der üblichen zehn blieben dann nur sieben Jahre für die Umsetzung. Nicht zu vergessen sei dabei, dass die Finanzierung zu 70 Prozent mit Mitteln des Landes NRW gefördert werde.

Konjunkturmotor BUGA

Für Hans Christian Leonhards, Geschäftsführer der Landschaftsgärtnerei Jakob Leonhards Söhne GmbH & Co. KG und BUGA-erfahren, ist es vor allem wichtig, die Bürger von der Idee zu überzeugen. „Wir müssen alle dafür brennen“, so sein Appell. Die Stadt dürfe diese Chance nicht verpassen. Der Blick nach Rietberg oder Bad Lippspringe, Veranstalter von Landesgartenschauen, oder nach Koblenz, BUGA 2011, zeige die Mitnahmeeffekte. Die im Vorhinein angemahnten Befürchtungen hier wie dort seien nicht eingetroffen, im Gegenteil: Die Städte veränderten sich zum Positiven, die Projekte brachten einen Investitionsschub, einen Anstieg der Besucherzahlen, ein höheres Ansehen und damit einen unbezahlbaren Imagegewinn – und das alles vor allem auch im Nachhinein. Deshalb sei die Nachhaltigkeit  wichtigster Aspekt, aber auch die Balance zwischen „Blümchenshow“ und modernen Konzepten wie Fassadenbegrünung oder Urban Gardening, schon heute ein wichtiges Thema in der Stadt und Beispiel für bürgerliches Engagement, dass auch für die BUGA unerlässlich sei. Aber auch die Politik müsse eine BUGA wollen. „Der Mut darf uns auf dem Wege nicht verlassen“, rief Leonhards auf.
In der anschließenden, von Holger Bramsiepe moderierten Diskussion zeigten die Zuhörer, u. a. auch Wirtschaftsförderer Dr. Rolf Volmerig, der Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen Enno Schaarwächter und der Geschäftsführer der ISG Barmen-Werth Thomas Helbig weilten, ihre Begeisterung für die Idee. Der Tenor war eindeutig: „Wir freuen uns auf die BUGA 2025 in Wuppertal!“
 

Dateianlagen:
Kommentar_IHK_zur_BUGA2025.pdf( 1.0 MB )