Der erste Applaus im Theater am Engelsgarten

(22.09.2014)

Es war ein wenig eine Mischung aus beiden Formaten der exklusiven Angebote von wuppertalaktiv!: Baustellengespräch und Kulturausflug. Denn noch gibt es im neuen Theater am Engelsgarten, in das der Stadtmarketing-Verein seine Mitglieder am 15. September eingeladen hatte, einiges zu tun.

Zwei Wochen vor der offiziellen Eröffnung am 27. September hatten die Teilnehmer an dieser Veranstaltung die einmalige Gelegenheit, die Spielstätte an der Kulturmeile in Wuppertal-Barmen vorab zu inspizieren. Und so freute sich wuppertalaktiv!-Vorsitzender Christoph Nieder bei seiner Begrüßung, dass gut die Hälfte der – noch abgedeckten – zukünftig 160 Plätze des Theaters besetzt waren. Sein besonderer Dank galt Julia Haller, Leiterin für Marketing & Vertrieb der Wuppertaler Bühnen und selbst wuppertalaktiv!-Mitglied, für die Organisation dieses Abends.

„Wuppertal ist cool“, meint die neue Intendantin des Schauspiels, Susanne Abbrederis. Dass die Wuppertaler sich ein neues Theater einrichten und die Bürger sich beteiligten, sei schon sehr außergewöhnlich und ein Zeichen dafür, dass der Kunstwille ungebrochen sei, bekräftigte die gebürtige Österreicherin ihre Meinung. Und dass die Stadt besonders und einzigartig sei und überall Geheimnisse berge, habe sie bei den Vorbereitungen zur „Wupper“, dem Stück von Else Lasker-Schüler, festgestellt. „Ich habe einen Traum mitgebracht“, so Abbederis. Nämlich diese besondere Spielstätte mit einem entsprechenden Programm zu füllen. Zur Premiere am 28. September wird das Schauspiel den Liederzyklus „Die schöne Müllerin“ von Wilhelm Müller und Franz Schubert aufführen – mit neun Schauspielern, „exklusiv für diesen Raum.“ Abbrederis´ Dank galt den Mitarbeitern und dem Ensemble, die „Proben auf der Baustelle“ seien ein Kraftakt gewesen – aber: „Wir haben ein Ziel!“

„Ein richtiges Theater ist hier entstanden, kein Provisorium“, meinte auch der Kaufmännische Geschäftsführer der Wuppertaler Bühnen, Enno Schaarwächter. Die Idee sei 2010 entstanden, im Mai 2013 habe man die Baustelle in der Lagerhalle, die als Depot für das Historische Zentrum genutzt wurde, eröffnet. Schaarwächter dankte auch dem Vorsitzenden des Vereins Freunde der Wuppertaler Bühnen, Günther Völker, für die Unterstützung. Hier sei eine komplette Spielstätte entstanden, die sich zum Positiven entwickeln werde, ist sich Schaarwächter sicher.

Zum Abschluss durften die Gäste an der ersten Darbietung am Engelsgarten teilhaben. Maki Hayashida am Klavier und der Violinist Liviu Neagu-Gruber vom Wuppertaler Sinfonieorchester spielten Stücke von Fritz Geißler und Georges Boulanger. Die Kaffeehaus- und Salonmusik passte wunderbar zu Ambiente und Stimmung, und besonders bei Boulangers „Pizzicato-Walzer“ demonstrierte Gruber eindrucksvoll, welch ungeahnte Töne man einer Geige entlocken kann. Und so spendeten die Gäste lang anhaltenden und begeisterten Applaus – den ersten im neuen Wuppertaler Theater am Engelsgarten, dem viele weitere folgen mögen.