Baustellengespräch: wuppertalaktiv! am Döppersberg

(23.04.2015)

Es geht voran auf Wuppertals größter Baustelle am Döppersberg! Davon konnten sich beim Baustellengespräch von wuppertalaktiv! am 22. April bei schönstem Frühlingswetter mehr als 70 Mitglieder und interessierte Gäste überzeugen. Vor dem InterCity-Hotel begrüßten Thomas Eiting vom Presseamt der Stadt, die Projektleiter Martina Langer und Udo Lauersdorf sowie der wuppertalaktiv!-Vorsitzende Christoph Nieder die Gruppe, die zuerst einmal mit neuen Warnwesten, Schutzhelmen und Headsets ausgestattet wurden – die Führungen fanden bei laufendem Betrieb der Baustelle statt.

Vorab machte Udo Lauersdorf deutlich, dass man bei den Arbeiten absolut im Zeitplan sei, trotz einiger unerwarteter Überraschungen, mit denen man so nicht habe rechnen können, die aber bei einem Projekt dieser Größenordnung eben vorkämen. Auf der Baustelle selbst herrsche ein seriöses Klima, der Umgang zwischen Stadt, den Stadtwerken und den Baufirmen sei sehr kollegial.

Und dann ging es erst einmal los zum zukünftigen Busbahnhof, wo die Decke des darunterliegenden Parkhauses gerade fertiggestellt wird. 240 Stellplätze auf zwei Ebenen wird es einmal bieten, auf dem Busbahnhof können 16 Gelenkbusse gleichzeitig verkehren – nicht zu vergleichen mit den früheren Halteplätzen entlang der B7. Daneben wird vor dem Bahnhofshauptgebäude bereits an den Fundamenten der Mall gearbeitet, durch die man später zu den Gleisen gelangen kann.

Auch mit der Tieferlegung der B7 ist man weit vorangeschritten, wenngleich der Fund einer Panzergranate diese erst einmal verzögerte. Ohnehin ein Mysterium, denn über dem Döppersberg sind im zweiten Weltkrieg Brandbomben abgeworfen worden. Man vermutet, dass die Granate mit Abraum dorthin gelangte, um die noch heute dort befindlichen Kellergewölbe zuzuschütten. Natürlich aber müssten nun Vorkehrungen getroffen werden, um die Bauarbeiter zu schützen, so Lauersdorf.
Beeindruckt waren die Besucher von den Herausforderungen, die zu meistern sind, so beispielsweise bei der Logistik oder bei der peniblen Trennung des Abraums.
Auf jeden Fall gewannen alle einen detaillierten Eindruck von den Vorgängen auf der Baustelle – und die Freude auf den zukünftigen Döppersberg.

Der spannende und informative Nachmittag endete im 19. Stockwerk des Sparkassenturms, von wo die Teilnehmer dann noch einmal – bei Imbiss und Getränken – einen Blick auf den Döppersberg und die Bühne des „Kranballetts“ werfen konnten, dass mit wahrscheinlich dann fünf Kränen dort inszeniert werden wird. Und natürlich gab es noch viele Fragen, die Langer, Eiting und Lauersdorf ausführlich beantworteten.