155. BB: Lernen in der dritten Dimension

(07.02.2018)

Vorbei die Zeiten, in denen gelangweilte Schüler in viel zu kleinen Klassenräumen saßen. Weiterbildung im Jahr 2018 sieht ganz anders aus. Wie genau, das hat der Weiterbildungsträger WBS am 7. Februar beim 155. Business Breakfast vorgestellt.

Endlich. Gefühlt viel zu lange hat sie gedauert, diese Winterpause – und so war die Resonanz auf das inzwischen 155. Business Breakfast am 7. Februar auch entsprechend groß. Geladen hatte diesmal der Weiterbildungsträger WBS mit Sitz an der Herzogstraße, direkt oberhalb des Cafés Barcelona in Elberfeld. Das Thema: hoch aktuell und brisant – ging es doch um die Anforderungen und Ansprüche der Wissensgesellschaft, in der wir leben.

Diese Ansprüche und Anforderungen ganz konkret umzusetzen und damit auch dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, das sei Aufgabe der WBS, erklärte Geschäftsführerin Simone Leimbach. Dabei ist die WBS als Traditionsunternehmen mit mehr als 200 Standorten in Wuppertal sogar noch recht neu. Erst 2009 ist sie in die Stadt gezogen, 2011 an die heutigen Räume an der Herzogstraße. Bundesweit arbeiten mehr als 1000 Mitarbeiter für die WBS und erwirtschaften gemeinsam einen Jahresumsatz von über 100 Millionen Euro. Beeindruckende Zahlen für ein Unternehmen, das 1979 als kleine Dependance aus dem Klett-Verlag heraus entstanden ist.

Zur Gruppe der WBS gehört die Akademie, die WBS Training und die WBS Schulen – allein mehr als 6000 Menschen werden bundesweit online in der Weiterbildung betreut. Und wie die aussehen kann, zeigte ein beeindruckendes Video, in dem der WBS Learnspace 3D vorgestellt wurde. Zwar gibt es nach wie vor auch noch die klassischen Lernumfelder, an denen die Teilnehmer an zwei Bildschirmen sitzen, auf dem einen ihre Aufgaben lösen und an dem anderen mit ihren Mitschülern oder dem Lehrer kommunizieren können, doch die Zukunft sieht anders aus.

Die Zukunft des Lernens ist virtuell. Die Teilnehmer bewegen sich frei in einem komplett digitalen Campus. Alles ist ästhetisch und designtechnisch auf dem neuesten Stand, es gibt eine Lounge, einen Klassenraum, eine Bibliothek und sogar ein Café, in dem die Lernenden zusammen Mittagspause machen können. Und wer vor die (virtuelle) Tür geht, den empfangen Vogelgezwitscher und ein wolkenlos blauer Himmel. Und auch ein eigenes Büro hat jeder, in dem er sich in Ruhe zum Lernen zurückziehen kann – denn in der virtuellen Welt ist Platz ein grenzenloses Gut.

„Unsere Schulungen gehen immer von 8 bis 13 Uhr, danach haben die Teilnehmer Zeit für sich, in der sie das Gelernte vertiefen oder aber wiederholen können“, erklärte Simone Leimbach. Zu den Partnern der WBS, die diese Art des Lernens möglich machen, zählen unter anderem SAP, Datev, Lexware und der Softwaregigant Microsoft. Mehr als 3000 unterschiedliche und vor allem zertifizierte Maßnahmen werden so angeboten – zum Beispiel aus den Gebieten Sprachen, Pflege, Lager, Logistik, Software und Pädagogik.

„Gerade für Unternehmen bieten wir dabei eine ganze Reihe von interessanten Dienstleistungen an“, sagte Leimbach abschließend. „Wir vermitteln Personal, wir suchen die richtigen Praktikanten und bieten Weiterbildungen und Schulungen für Mitarbeiter an.“ Letztlich könne so – durch eine Kooperation und die gemeinsame Anstrengung – auch dem Fachkräftemangel entgegengewirkt werden.

Das nächste Business Breakfast findet am Dienstag, 20. März, in der Musikhochschule in Barmen statt.