153. BB: Fördermittel für Ressourceneinsparung!

(18.10.2017)

Das war das Thema des 153. BBs, das viele Besucher in die herbstlich dekorierte Halle von HÜHOCO führte.

Nachdem Antje Lieser, Geschäftsführerin von wuppertalaktiv!, die zahlreichen Gäste begrüßt hatte, stellte HÜHOCO-Geschäftsführer André Bovenkamp sein Unternehmen kurz vor: Seit 1893 in Familienbesitz, 14 Standorte mit knapp 1.000 Mitarbeitern weltweit, ca. 240 Mio. Umsatz. Gut 65 Prozent des Umsatzes werden mit beschichteten Metallbändern und Stanzartikeln nur für die Automobilindustrie gemacht. Die Beschichtungen entstehen durch die Verbindungen mit Farbe, Gummi, Kunststoff oder Leim.

Technologie wird von HÜHOCO auch in anderen Bereichen vorangetrieben, so wurden besonders elastische Lacke vom eigenen Unternehmen für Farbenherstellung entwickelt. Gemeinsam mit "Wupperfarben" wurde für alle Standorte ein Farbkonzept entwickelt, das die Orientierung in der Produktion erleichtert und durch helle, feundliche Farben gegen Müdigkeit im Dreischichtbetrieb hilft. 

Vorsprung durch Förderung
HÜHOCO ist es gelungen, durch intensive Forschung ein neues Verfahren zur Gummibeschichtung zu entwickeln. Mit Hilfe der Effizienzagentur wurden für die Realisierung dieses neuen teuren Verfahrens Anträge auf Förderung gestellt.

Das stolze Ergebnis: Zwei Millionen Euro Fördermittel, das entspricht etwa 30 Prozent der Gesamtkosten. Das Geld gibt es aber nicht einfach nur so, sondern die bessere Energieeffizienz und die Ressourceneinsparung muss über einen längeren Zeitraum nachgewiesen und dokumentiert werden. Bei diesem Verfahren werden beispielsweise unter anderem 69 Prozent Lösungsmittel und 68 Prozent Abfall eingespart.
Ansprechparter des Regionalbüros Bergisches Städtedreieck der Effizienzagentur NRW ist Matthias Graf, der anschaulich den Hintergrund der Förderung erläuterte.
Die Beratung durch die Effizienzagentur ist kostenlos und unabhängig. Unterstützt und gefördert wird die Effizienz in allen Bereichen, also sowohl der Einsatz von Ressourcen aber auch der Finanzeinsatz. Die Agentur begleitet gerne auch kleinere Unternehmen, denen oft die Personalkapazität für die Recherche nach Fördermitteln fehlt. Die EU-Förderrichtlinien sind nicht immer einfach zu verstehen, die Fördermöglichkeiten durch Land, Bund und EU sind aber groß. Daher ermunterte Graf die Anwesenden, rechtzeitig vor geplanten Investionen Kontakt mit der Effizienzagentur aufzunehmen.

Im Anschluss lud Olaf Rosier, der 1. Vorsitzende der Wuppertaler Kurrende, zum nächsten Business Breakfast am 16. November 2017 in die Wuppertaler Kurrende ein. Die Kurrende macht nicht nur wunderbare Musik, sondern hat auch einen Ausbildungscampus in der Mozartstraße, den sie ebenso wie ihre Arbeit beim Frühstück genauer vorstellen möchte.