151. BB: „Der Mensch in guten Händen“

(13.07.2017)

Im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel, Kostendruck, Digitalisierung und dem Anspruch, den Patienten gerecht zu werden, bewegt sich der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef mit Erfolg. Deutlich wurde das am 12. Juli beim 151. Business Breakfast.

Artikel Business Breakfast am 12. Juli

„Der Mensch in guten Händen“

Im Spannungsfeld zwischen demografischem Wandel, Kostendruck, Digitalisierung und dem Anspruch, den Patienten gerecht zu werden, bewegt sich der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef mit Erfolg. Deutlich wurde das am 12. Juli beim 151. Business Breakfast.

Die Location ist ungewöhnlich, spannend und so, wie man sie in einem Krankenhaus erst einmal nicht erwarten würde. Denn die 4. Etage des St. Petrus Krankenhauses an der Carnaper Straße ist derzeit vor allem noch eines: eine große Baustelle. Trockenwände stehen hier, an den Wänden haben die Elektriker ihre Notizen gemacht, nur wenige Zimmer der künftigen neuen Intensivstation haben bereits deutliche Formen angenommen. Doch mit Strahlern in unterschiedlichen Farben angeleuchtet, ergibt sich schnell ein ganz besonderes Flair beim insgesamt 151. Business Breakfast an diesem 12. Juli.

Passend gewählt ist der Ort ohnehin, denn es geht um die Zukunft der modernen Patientenversorgung, an deren Anfang vor allem einmal Investitionen stehen, wie Michael Dohmann erklärt, Geschäftsführer des Klinikverbunds St. Antonius und St. Josef. Acht Krankenhäuser mit 3627 Mitarbeitern, zwei Ausbildungsstätten, 16 Seniorenhäuser mit noch einmal 1600 Mitarbeitern sowie 14 weitere Einrichtungen gehören zum Verbund, der aktuell 17 Baumaßnahmen umsetzt, die vom Neubau einer Station bis hin zum Neubau eines kompletten Krankenhaus-Traktes reichen.
Die Intensivstation ist damit eines von vielen Projekten und noch dazu ein besonders schickes, denn in den beiden bereits eingerichteten Musterzimmern ist vom typischen Krankenhausflair nichts zu finden. „Wir haben die Zimmer ganz bewusst so eingerichtet wie in einem gehobenen Vier Sterne-Hotel, es geht uns darum, dass die Patienten sich wohl fühlen, wenn sie schon einmal hier sein müssen“, sagt Dohmann und verweist auf Rainshower-Duschen, kabelloses Laden und weitere Annehmlichkeiten.

Dabei bewegen sich die Kliniken heute in einem enorm großen Spannungsfeld. Zwischen Digitalisierung, Renditestreben, den Ansprüchen der Generation Y, gesetzlichen Anforderungen, der Qualitätssicherung und der demografischen Entwicklung müssen sie versuchen, die Balance zu finden und die Bedürfnisse der Patienten nicht aus dem Blick zu verlieren. „Der Mensch in guten Händen“ lautet daher auch das Motto, dass sich der Klinikverbund St. Antonius und St. Josef gegeben hat und bei dessen Umsetzung auch die 167 tätigen Ordensschwestern helfen, die mit ihren Werten die Handlungen des Managements nach wie vor prägen.

Stillstand bedeutet das in keinem Fall, wie anschließend beim Vortrag von Prof. Dr. Nicolaus Reifart deutlich wurde, Leiter der Anfang 2016 neu eingerichteten Kardiologie und ein echter Star unter den Medizinern. Spezialisiert hat sich seine Abteilung unter anderem auf komplexe Eingriffe an den Herzkranzgefäßen, akute Herzinfarkte, die Implantation von Schrittmachern und Defibrillatoren sowie das Öffnen chronischer Verschlüsse der Herzgefäße. Vor allem der letzte Punkt ist auch für die Spezialisten immer wieder eine Herausforderung, nur wenige Experten weltweit können solche Operationen mit einer hohen Erfolgswahrscheinlichkeit durchführen – umso stolzer ist man am Krankenhaus St. Josef, dass die Wuppertaler Kardiologie dazugehört. „Auch in der Behandlung von Herzinfarkten ist Wuppertal sehr gut versorgt“, sagt Reifart. So sollten bei einem akuten Infarkt ab dem Eintreffen des Patienten bis zur erfolgreichen Behandlung maximal 60 Minuten vergehen. „Deutschlandweit wird das nur in 35 Prozent aller Fälle eingehalten – wir hier schaffen es bei mehr als 85 Prozent aller Patienten.“
Das Fazit: In nur 18 Monaten hat das St. Petrus Krankenhaus es geschafft, eine gute und funktionierende Kardiologie zu eröffnen – und mit den künftig anstehenden Investitionen wird die Erfolgsgeschichte des Klinikverbunds sicher fortgeschrieben.

Nach diesem Business Breakfast gibt es erst einmal eine Sommerpause. Weiter geht es dann am Donnerstag, 21. September, bei der Parkett Dietrich GmbH. Das spannende Thema dann: Wie es gelingt, aus einem traditionsreichen Handwerksbetrieb eine echte Marke zu machen.