Rückblick 211. Business Breakfast
Auftakt zum Wuppertaler Wirtschaftspreis 2026
Ein Aushängeschild für Wuppertal. Eine positive Entwicklung, die über die Stadtgrenze hinaus strahlt. Diese Beschreibung passt nicht nur auf die jährlichen Preisträger*innen des Wuppertaler Wirtschaftspreises, sondern auch auf den Ort, wo das heutige Business Breakfast den Startschuss zur Bewerbungsphase 2026 einläutete.
Das künftige Pina Bausch Zentrum öffnete früh am Morgen die Türen, um die zahlreichen Gäste Willkommen zu heißen. Bei Kaffee und Frühstück konnten die Besucher*innen sich die Vision für das Kulturzentrum, das der Choreografin des weltberühmten Tanztheaters gewidmet ist, genauer ansehen. Nach dem Entwurf eines renommierten Architekturbüros aus New York soll ein Begegnungsort für Kulturbegeisterte aus aller Welt entstehen.
Das Pina Bausch Zentrum ist wie auch die Bundesgartenschau 2031 ein Kernprojekt im Wuppertal Plan, den Oberbürgermeisterin Miriam Scherff aufsetzen möchte, um die Entwicklung der Stadt in den nächsten 15 Jahren gezielt voranzutreiben.
Ein wichtiges Anliegen ist für Scherff, diese und weitere positive Projekte sichtbarer zu machen. Es passiere so viel Gutes in der Stadt, aber es würde zu wenig nach außen getragen. Eine wichtige Impulsgeberin für das Konzept ist die Wuppertaler Wirtschaft und ihre Unternehmen. Sie sollen aktiv in den Entwicklungsprozess des Wuppertal Plans eingebunden werden. „Es soll ein Plan entstehen mit konkreten Projekten und klaren Zielen, der auf Wirksamkeit und Machbarkeit ausgelegt ist“, so Scherff.
Die Wirtschaft spiele eine entscheidende Rolle. Schließlich ist eine Stadt nur dann stark, wenn auch ihre Unternehmen stark sind: zukunftsgerichtet, innovativ und verantwortungsvoll. Und sie wird dann attraktiv, wenn sie Strahlkraft entwickelt.
Genau diese Intention steckt auch hinter dem Wuppertaler Wirtschaftspreis, wie die Organisatorinnen nochmals verdeutlichten. Denn auch der Wirtschaftspreis hat sich in den vergangenen zwanzig Jahren zu einer glanzvollen Marke entwickelt, so Axel Jütz. Der Vorstandsvorsitzende der Stadtsparkasse Wuppertal betonte, dass von einer starken Wirtschaft alle Wuppertalerinnen profitieren würde. Und die Sichtbarkeit der einzelnen Unternehmen würde mit dem Wirtschaftspreis noch einmal besonders hervorgehoben.
Dass die Auszeichnung „Unternehmen des Jahres“ sogar einem internationalen Marktführer noch einmal neue Impulse liefern kann, bestätigte Vera Bökenbrink. Die Geschäftsführerin des Werkzeugherstellers Stahlwille erzählte, wie der Preis wieder zu mehr Verbundenheit mit und Stolz auf das Unternehmen intern ausgelöst hat. Und auch nach außen wirkt der Preis. Im Nachgang an die Verleihung gingen die Bewerbungszahlen bei Stahlwille spürbar nach oben.
Die Auszeichnung nimmt aber nicht nur etablierte Unternehmen in den Blick. Ganz bewusst wird auch der Preis für das „Jungunternehmen des Jahres“ verliehen. Eva Platz, Vorständin der Wirtschaftsförderung Wuppertal, erinnerte daran, dass jeder schließlich mal klein angefangen habe. Die Start-ups in Wuppertal gezielt beim Wachstum zu begleiten und im lokalen Ökosystem zu vernetzen, ist ein erklärtes Ziel der Wirtschaftsförderung.
Gute Bedingungen, auch dank des starken Inputs der Bergischen Universität Wuppertal, attestierte Nader Fadl, dem Standort. Mit dem Start-up experial, das digitale Zwillinge für die Marktforschung entwickelt, räumte er letztes Jahr den Preis als bestes Nachwuchsunternehmen ab. Obwohl das Start-up inzwischen offiziell eine andere Adresse eingetragen hat, ist die Verbindung nach Wuppertal immer noch groß. Und dank des Wirtschaftspreises haben sich auch mehr Kundenkontakte zu Bergischen Unternehmen ergeben.
Beziehungen und Netzwerke – davon profitierte auch die Deepwood GmbH, die sich mit dem spektakulären Brückensteig den Stadtmarketingpreis 2025 verdient hatte. Die gute Vernetzung bringt Impulse für Weiterentwicklung mit sich. Und so steht auch beim Team des Brückensteigs etwas Neues an: Ein Haus des Solar Decathlons wird in den Müngstener Brückenpark umziehen und dort das neue Empfangszentrum für Besucher*innen werden. Mehr zum Projekt erfahren die wuppertalaktiv-Mitglieder beim nächsten Business Breakfast aus erster Hand. Am 18.06.2026 laden Gottfried Engendahl und Søren Walla in den Brückenpark ein.
Projekte wie der Brückensteig zeigen, was entstehen kann, wenn man Visionen mutig verfolgt. Gleiches gilt für die BUGA 2031, vor allem mit den Highlights Hängebrücke und Seilbahn. BUGA-Geschäftsführerin Susanne Brambora-Schulz betonte, dass die Wertschöpfung großer sein wird als die Investitionen in das Vorhaben. Zudem sollen von der BUGA alle profitieren: die Bürger*innen im Zuge der nachhaltigen Stadtentwicklung, Unternehmen aus der Bauwirtschaft, die Tourismusbranche und viele weitere.
Auch Bettina Milz, Geschäftsführerin des Pina-Bausch-Zentrums, rief dazu auf, keine Angst vor großen Projekten zu haben. „Sonst hätten wir ganz viele tolle Leuchttürme nicht: die Schwebebahn, die Stadthalle, das Open Ground…“. Sie sind Ankerpunkte in der Stadt, die Wuppertal eine ganz eigene Identität verleihen. Gleiches wünscht sie sich für das Pina-Bausch-Zentrum, dessen Vorbereitungen für den Umbau gut vorangehen würden.
Und wer weiß, vielleicht sind die Projekte BUGA und Pina Bausch Zentrum in ein paar Jahren ebenfalls Anwärter auf den Stadtmarketingpreis.
Wer dieses Jahr bereits Lust hat, sich zu bewerben, kann dies ab sofort tun. Martin Bang, Geschäftsführer von Wuppertal Marketing, und Tanja Schäfer, Vorständin von wuppertalaktiv, ermutigten die Gäste des Business Breakfast sich entweder selbst zu bewerben oder ihre Favoriten vorzuschlagen. Das ist ab sofort bis zum 19.06.2026 online möglich. Alle Infos finden dazu finden Sie unter www.wirtschaftspreis.de