Rückblick 241. BB
Neue Effizienz gGmbH
Wie wird aus einer guten Idee gelebte Praxis? Wie kommen wissenschaftliche Erkenntnisse aus Forschungsprojekten in Unternehmen, Quartiere und unseren Alltag? Und was braucht es, damit Transformation nicht nur ein großes Wort bleibt?
Beim 214. Business Breakfast von wuppertalaktiv! und der Wirtschaftsförderung Wuppertal ging es genau darum. Passender hätte der Ort kaum sein können: die Wiesenwerke – selbst ein Beispiel dafür, wie aus einem ehemaligen Industriestandort ein lebendiger Raum für Arbeit, Austausch und neue Ideen entstehen kann.
Seit mittlerweile 14 Jahren bringt die Neue Effizienz Unternehmen, Kommunen, Wissenschaft und weitere Partnerinnen und Partner im Bergischen Land zusammen. Geschäftsführer Jochen Stiebel beschrieb das Ziel dabei ziemlich treffend: „Wir wollen die Lust der Menschen wecken, die Zukunft positiv zu gestalten.“
Dass daraus ganz konkrete Projekte entstehen, zeigt die Bilanz: 36 Projekte wurden bereits umgesetzt – vom Solar Decathlon Europe bis zur Einführung von Batterie-Oberleitungsbussen in Solingen. Unterschiedliche Themen, aber immer mit einem gemeinsamen Gedanken: Veränderung funktioniert am besten gemeinsam.
Wie der Weg von der Erkenntnis zum konkreten Handeln aussehen kann, zeigte Amanda Steinborn, Leiterin der Kompetenzentwicklung bei der Neuen Effizienz. Forschen, testen, erproben – und vor allem Wissen teilen. Denn Nachhaltigkeit bedeutet längst mehr als Ressourcenschonung. Auch Geschäftsmodelle, Kompetenzen der Mitarbeitenden und Organisationsstrukturen müssen sich weiterentwickeln. Mit „Bergisch Kompetenz“ entsteht dafür ein Netzwerk, in dem Unternehmen und weitere Partner voneinander lernen und Erfahrungen weitergeben können.
Ganz praktisch wurde es beim Thema Mobilität. Mit „Bergisch Move“ wurde Anfang des Jahres eine Plattform für Mitfahrgelegenheiten geschaffen. Die Frage dahinter ist aktueller denn je: Wie können wir Mobilität stärker gemeinsam denken und Individualverkehr reduzieren? Gerade die sechsmonatige Bahnsperrung hat gezeigt, wie wichtig funktionierende Alternativen für die gesamte Region sind.
Und schließlich richtete sich der Blick auf unseren Gastgeber selbst. Die Wiesenwerke zeigen, dass Transformation nicht nur technisch oder wirtschaftlich gedacht werden kann. Leonie Altendorf machte deutlich, wie wichtig die soziale Dimension ist: Was braucht ein Quartier? Wie können Menschen vor Ort einbezogen werden? Und wie entstehen Orte, die nicht nur neu entwickelt, sondern auch angenommen und mit Leben gefüllt werden?
So unterschiedlich die vorgestellten Projekte auch waren – am Ende führte vieles zu einem gemeinsamen Punkt: Transformation passiert nicht einfach. Sie entsteht dort, wo Menschen zusammenkommen, Wissen teilen, Dinge ausprobieren und bereit sind, neue Wege zu gehen.
Genau dafür ist ein Business Breakfast schließlich da: zuhören, diskutieren, voneinander lernen – und vielleicht schon beim nächsten Kaffee die nächste gute Idee anstoßen.
Vielen Dank an die Neue Effizienz, die Wiesenwerke, alle Referentinnen und Referenten und natürlich an unsere Gäste für einen inspirierenden Morgen!
Das nächste Business Breakfast findet am 12 November im Open Ground statt. Gastgeber ist die WorkStadt GmbH und es geht um "Weltweit suchen, bergisch finden."